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Soziale Unruhen ad hominem

Sunday, May 3rd, 2009 | economics, life, politics | No Comments

Na gut, (d/n)och kein SPD-Post.

Ein gewisser Herr Eppler behauptet, Schwarz-Gelb könnte “Unruhe” bringen.

“Die Spaltung der Gesellschaft setzt Gewalt frei”, das könne man in Schwellenländern beobachten. Um dieser Gefahr in Deutschland zu begegnen, brauche es mehr sozialen Ausgleich. “Wir könnten uns gegen die Gefahr immunisieren”, meinte Eppler. Wenn es aber nach der Bundestagswahl zu einer Koalition von Union und FDP komme, sei eine Verschärfung der Probleme zu erwarten. “Wenn es Schwarz-Gelb gibt, dann werden wir ein ziemlich unruhiges Land werden”.

Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland, unruhig? Menschen, die auf der Straße demonstrieren und Luxuskarossen abfackeln? Bankschaufenster einschmeißen? Manager und den einen oder anderen Kellner oder Klavierspieler lynchen?

Zum Glück warnt uns Herr Eppler davor. Ganz desinteressiert. Seine rationale, sicherlich auf zahlreichen objektiven Informationen basierte Analyse zeigt uns kühl und souverän Kausalzusammenhänge auf, die wir nun wie glückliche rosa Osterhäschen durchschauen können und deren unfriedliche Konsequenzen wir nun doch nicht ertragen müssen.

Wer ist denn dieser rettende Herr Eppler? Sage und staune, man hätte es nie gedacht. Ein SPD-Politiker.

Wie jetzt? Aber trotzdem sind doch seine Warnungen sicherlich völlig ohne Hintergedanken? Nur die Sicherheit Deutschlands liegt ihm am Herzen? Seine Äußerungen sind doch sicherlich unabhängig von seinen parteipolitischen Interessen zu verstehen?!

Mal ganz im Ernst, seit wann ist eigentlich das ad hominem-Argument so diskreditiert?

Weil X etwas sagt, was man mit seinen eigenen Interessen erklären kann, bedeutet es natürlich nicht, dass dieses Etwas falsch ist. Aber die Einschätzung des Wahrheitsgehalts wird dadurch nicht leichter.

Aber bei Behauptungen mit ungewissen Wahrheitsgehalt wie die von Herr Eppler darf man bei der Bewertung seiner Aussagen die Eigeninteressen des Äußerers nicht außer Betracht lassen. Er hat schließlich alle Anreize der Welt, solche Behauptungen in die Welt zu stellen, ob sie nun war sind oder nicht. Und Erfahrung lehrt: was Politiker über die negativen Konsequenzen eventueller Wahlerfolge der politischen Gegner sagen, ist meistens Bullshit. Genau so wie das, was Politiker über die positiven Konsequenzen des eigenen Wahlerfolgs sagen.

Hat eigentlich schon irgendjemand, der nicht unmittelbar mit dem Klassenkampfspektrum der deutschen Politik im Verbindung steht, solche sozialen Unruhen als realistische Gefahr identifiziert?

In the meanwhile schlägt Frau Schwan einen runden Tisch zur “Wiedergutmachung” vor

Die Verursacher der Finanzkrise sollten sich dort versammeln, um über eine Wiedergutmachung zu beraten. “Die Bürger dürfen nicht das Gefühl haben, dass sich diese Leute jetzt einfach davonmachen können”, forderte die SPD-Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl dem Berliner “Kurier am Sonntag”. Eine pauschale Manager-Schelte sei aber “wenig hilfreich”, sagte sie in der “Rheinpfalz am Sonntag”.

Schwan forderte eine gründliche Aufarbeitung der Krise, um erneute Spekulationsblasen zu vermeiden. Es müsse dafür gesorgt werden, “dass Manager in Zukunft für offensichtliche Fahrlässigkeiten, die dann die Allgemeinheit ausbaden muss, auch angemessen haften”.

Zum Glück hat Frau Schwan, mit ihrer sicherlich überragenden wirtschaftlichen Kompetenz, die “Schuldigen” schon abschließend ausfindig gemacht. Vielleicht mag sie ja mal eine Liste von Menschen und den “offensichtlichen Fahrlässigkeiten”, die diese begangen haben, öffentlich machen? Am besten wäre es ja noch, gleich auch noch die Art der Wiedergutmachung festzulegen. Damit könnten soziale Unruhen sicherlich verhindert werden. Und zukünftige Spekulationsblasen, die ja nicht etwa durch so langweilige Sachen wie verfehlte Finanzpolitik oder staatliche Markteingriffe sondern durch “offensichtliche Fahrlässigkeiten” der Manager entstehen, gleich mit.

Wenn der Satz “Herr, lass Hirn vom Himmel regnen” sich nicht durch unrealistische religiöse Annahmen und sein Gebrauch durch Menschen, die als allererstes etwas Hirn nötig hätten, disqualifiziert hätte, würde ich ihn jetzt kommentarlos stehen lassen. Als beste Alternative schlage ich jedoch vor, den verehrten Sommer, Eppler und Schwan über postalischem Wege etwas wirtschaftswissenschaftliche Literatur zukommen zu lassen – vielleicht würde dies etwas ähnliches bewirken. But I won’t hold my breath.

Ich schwanke in der Entscheidung bezüglich der besten Interpretation des Warums der Worte solcher Menschen in den Medien. Entweder sie wissen es in Wirklichkeit besser, philosophieren fernab der Mikrofone über die tiefen Gründe aller Krisen und haben ihre Seele einfach für eine sozialdemokratische Machtübername an die Demagogie verkauft. Oder sie haben wirklich keinen blassen Schimmer und sind mit ihren Denkmustern in einer irrationalen, undurchdringbaren und ideologiegetränken Scheinwelt zuhause. Oder beides. Aber mit dem tatsächlichen Hier und Jetzt, den tatsächlichen Mechanismen wirtschaftlicher Turbulenzen oder den eigentlichen Problemen dieses Planeten und der darauf befindlichen Menschen haben ihre Ausführungen nur noch marginal etwas zu tun.

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Neid

Saturday, May 2nd, 2009 | economics, life, politics | No Comments

Menschen vergleichen sich gerne mit anderen. Das absolute Niveau des eigenen Besitzes taugt nicht lang zum Glück, wenn der Nachbar noch einen Ferrari mehr vorm Haus zu stehen hat. Deswegen sind relativ zu uns weniger vermögende Gesellschaften glücklicher, so lange die Verteilung des vorhandenen Vermögens unter allen Mitgliedern der Gesellschaft ausgewogener ist. Es scheint für das kollektive Wohlergehen besser zu sein, wenn keiner ein Ferrari hat, als wenn 50% aller einen haben.

Was sagt dass über uns als Menschen aus? Nur, dass wir neidisch sind, was keine Überraschung ist. Wie Tiere gönnen wir dem anderen nicht, was wir selbst nicht haben. Abweichler sind ungern gesehen. Das hat(te) durchaus einen Sinn für das Individuum des Pleistozön – die eigenen Überlebens- und Fortpflanzungschancen werden geschmälert, sobald jemand anderes eine bessere Ausstattung besitzt. Sei es Intelligenz, Schönheit oder Reichtum.

Obwohl Neid seine evolutionsbiologische Relevanz mittlerweile verloren haben könnte, muss die Mehrheit der homo sapiens sapiens doch immernoch als neidisch gelten, obwohl es, im Zuge einer natürlichen Variation, Menschen gibt, die tendenziell weniger neidisch sind als die Mehrheit ihrer Artgenossen. Ob sich der ”durchschnittliche Neid-Faktor” der Menschheit verschiebt, wäre eine interessante Frage – jedoch würde es wahrscheinlich eine Änderung über lange Zeiträume sein. Anreize einzelner Gesellschaften, Neid im Zaum zu halten, hat kurzfristig gesehen wahrscheinlich auch größeren Einfluss auf die beobachteten Unterschiede im ”Neid-Niveau” von Gesellschaften.

Neid kann zweierlei Effekt auf das (materielle) Wohlergehen einer Gesellschaft haben.

Nein kann Gesellschaften zersetzen, wenn eine Mehrheit ihren Neid auf die einfachst mögliche Weise beseitigt, indem sie ihm nachgibt. Dadurch wird die beneidete Minderheit so lange schikaniert, bis sie sich nolens volens anpasst – an das niedrigere Niveau derer, von denen sie beneidet werden.

Neid kann Gesellschaften aber auch zu Wohlstand verhelfen. Wenn entweder nur eine Minderheit neidisch ist, was wohl nur in sehr kleinen, nicht-repräsentativen Gesellschaften (Firmen, Wissenschaftlichen Societies, vielleich auch noch bevölkerungsarme Länder) möglich ist, oder wenn die Mehrheit der Neider den schwierigen Weg wählt, ihren Neid zu beseitigen – in dem sie sich dahingehend betätigen, den Unterschied zwischen sich und den Beneideten zu verringern. Dieses Verringern besteht durch Anstrengungen, den Beneideten näher zu kommen.

Jedoch ist es tendenziell ein ungleiches Rennen. Von einem gesamtgesellschaftlichen Standpunkt gesehen, ist das Aufschwingen wohlstandmaximierend. Neid als Anreiz zur Imitation zu interpretieren, steigert absolut gesehen den Wohlstand aller. Nun aber ist Neid tatsächlich dadurch nicht unbedingt verringert – auch wenn sich der absolute Wohlstand aller erhöht, werden die Neider nur den gleichbleibenden oder wachsenden Unterschied zwischen sich und den Beneideten wahrnehmen, was ihren Neid weiter antreiben könnte. Kann dieser Neid nun wieder so kanalisiert werden, dass es produktive Tätigkeiten unterstützt, wird diese ”positive Neid-Spirale” wachsenden Wohlstand begründen – obwohl vielleicht dieser wachsende Wohlstand von einigen Menschen (irrational) nicht als solcher wahrgenommen werden kann. Andersrum kann, bei fehlender Transformation des Neides in Anreiz, sich aufzuschwingen, der wachsende Neid irgendwann nicht mehr kontrolliert werden und übernimmt die Interpretationshoheit im Geist der Neider, die sich dann darauf verlegen werden, lieber wegzunehmen als aufzuschwingen.

Das würde die Situation etablieren, dass eine Mehrheit dieser Individuen ihren Geiz nicht (mehr) dadurch ausschalten möchten oder können, dass sie sich aufschwingen zum Objekt ihres Neids, also die Entfernung selber füllen, sondern lieber den anderen niederziehen möchten auf ihr eigenes Niveau. Eigenes Dazuerlangen wird durch fremdes Wegnehmen ersetzt, also ein Angleichen nach unten anstatt nach oben vorgenommen. 

Aus historischer Perspektive ist es ironischerweise so, dass sich bei Schönheit, die nicht durch Tätigkeit signifikant verbessert werden kann, sich aber Angleichen nach oben statt nach unten durchgesetzt hat. Schönen Frauen wird nicht das Gesicht zerkratzt, sondern ihre weniger schönen Kollegen quälen sich durch Diäten und schwimmen durch Swimmingpools voll Schminke, um sich ihren Vorbildern anzunähern. Das Ideal ist das der Schönheit.

Auf der anderen Seite steht Reichtum und Vermögen. Durch christliche Tradition und deren Sklavenmoral ist Reichtum verpönt – Johannes Calvin stand und steht allein auf weiter europäischer Flur. Neid auf Wohlstand scheint stärker zu sein als der auf Schönheit oder Intelligenz. Schönheit oder Intelligenz können schlecht weggenommen oder hinzugewonnen werden – jeder ist mit einer gewissen Ausstattung dieser Eigenschaften geboren und das Bewusstsein der fundamentalen Unveränderlichkeit dieser Ausstattung begünstigt  wohl die Akzeptanz derselben. Reichtum, jedoch, kann erfochten werden. Der besondere Neid auf Reichtum basiert nicht nur auf dem eigentlichen Unterschied zwischen Neider und Beneidetem – sondern auch und vor allem auf der tollen Wut des Neiders, unfähig gewesen zu sein diesen Unterschied bis jetzt zu verringern oder gar auf der Seite des Beneideten zu sein. Solange jeder seines Glückes Schmied ist, müssen sich viele damit abfinden, schlechte Schmiede zu sein und selber Schuld daran zu haben. Keiner ist seiner Dummheit schuldig – aber viele ihres Neids.

Oder? Hat nicht Balzac gesagt dass hinter jedem Reichtum ein Verbrechen steht? Balzac war sicherlich kein Marxist. Das Zitat im Original ist ”Le secret des grandes fortunes sans cause apparente est un crime oublié, parce qu’il a été proprement fait’’. Sans cause apparent  ist der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen: Reichtum ohne erkennbaren Grund. Doch wenn man sich den Lebenslauf von erfolgreichen Menschen anschaut und die Offenheit hat, um es ihn zu sehen, dann wird meistens doch mindestens ein Grund offensichtlich. Ist Reichtum nicht etwa eine Funktion der Intelligenz und des Fleißes? Nun kann ein überdurchschnittlich Begabter schneller und besser beobachten, erfassen, Kausalzusammenhänge durchdringen und Lösungen entwerfen. Im Kontext des wirtschaftlichen Handelns entsteht für ihn also ein Vorteil. Und solch Begabung ist selten – haben also einige Wenige große Vorteile gegenüber vielen Mehreren. Nun ist vielleicht doch das Bewusstsein um die eigene fundamentale und unüberwindbare Unterlegenheit nicht so leicht, wie oben dargestellt – nur ist diesmal die Beseitigung einfacher. Wenn die Angleichung von Schönheit schwierig und immanent mit körperlichen Übergriffen verbunden und die Angleichung von Intelligenz unmöglich ist, so ist die Angleichung von Reichtum doch relativ gesehen unproblematischer durch eins der wunderbaren Instrumente der Zivilisation: Steuern.

Direkte Steuern können, wenn mit dem Ziel eingesetzt, den Vermögensabstand zwischen Individuen verringern. Die Neider haben einen hervorragenden moralischen Schutzschild, da die weggenommenen Gelder ja ”dem Staate” und somit der Allgemeinheit zugute kommen würden. Die Philosophie, wie so ein Staat auszusehen habe und was er zu tun hätte, unterscheidet sich signifikant zwischen verschiedenen politischen Strömungen. Der Grund der Unterschiede mag komplex zusammengesetzt sein – Neid alleine ist sicherlich nicht die grundlegende Erklärung (andere menschliche Gefühle und deren Manifestation werden eine ebenso große Rolle spielen) – aber ein Unterschied mag sein, wie die Menschen in den verschiedenen Parteien mit ihrem Neid umgehen. Einige mögen ihn als Antriebsfeder nutzen – andere haben sich ihm hemmungslos hingegeben. Das Ziel, Vermögen anzugleichen, wenn schon alles andere nicht angeglichen werden kann, steht jedoch vermutlich desto deutlicher im Hintergrund, desto höher die Steuern sind, desto weniger sie im Zusammenhang mit der Qualität und Quantität der gelieferten Leistungen des Staates selber stehen und desto mehr vom Staat verlangt wird, ”harmonisierend” einzugreifen.

Das dabei vorgebrachte Argument, Vermögensgleichheit bringe Frieden und gutes Einvernehmen in einer Gesellschaft gilt also nur, wenn die Neider die Wahl zum einfachsten Umgang mit ihrem Neid getroffen haben. Unter der Wahl des Aufschwingens brächte eine solche Vermögensgleichgeit nur ein Ende des Anreizes, aktiv zu werden. Stagnation und Abwesenheit aller Fortschritt wäre die Folge.

Haben sich die Neider hingegen aufs Wegnehmen festgelegt, dann ist die Ergebnisgleichheit im Drang nach Vermögen das Endziel. Wenn alle auf ein Niveau herabgezogen wurden, kann sich die Mehrheit zurücklehnen und im Gleichschritt vor sich hin leben. Die Minderheit, die nach einem Mehr strebt, müsste irgendwie unter Kontrolle gebracht werden – aber unter vielen Gleichen fällt ein Abweichler schnell auf.

Nur, wollen Neider nicht vielleicht doch lieber Beneidete sein? Das wäre nicht unüberraschend – strebt doch jeder first and foremost nach Überlebensvorteilen. Aber wenn so ein Vorteil für viele nicht erreichbar ist, ist’s immer besser wenn keiner einen Vorteil hat als wenn wenige Andere ihn haben.

Im nächsten Blogeintrag wird es dann um die SPD gehen.

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What are we?

Monday, April 27th, 2009 | life | 2 Comments

It seems to me that a person is made up by three layers:

1) The natural endowment of traits

2) Habits

3) The acquired endowment of traits

Everything that determines who we are and what we do can be thought of as these three layers interacting. Obviously, the first layer is more fundamental. The second layer and the third one are closely interrelated in that they mutually reinforce themselves and build upon each other. Still, the acquired endowments are less an obstacle to change than habits, and those are less an obstacle than what you are born with.

Health is a function of how we are born, what our habits are and as a consequence where we stand today. Success in life depends on innate factors (intelligence and “beauty”) , on our habits (doing sport or not; procrastinate or not; getting up early or not) and then on what we achieved already (because what we got opens doors that may be closed otherwise). There cannot be an imbalance too pronounced when seeking to successfully improve our lives or ourselves.  Seeking good health when born with a crippling disability is destined to fail, but so is seeking it with bad habits (but to a lesser degree). And acquired traits of bad health can be overcome automatically by changing habits. And time. Time will reinforce any habit (Nelson and Winter, 1982: The evolutionary theory of change) that we choose or not choose to establish.

As can be seen, habits are the ultimately most important tools to realize our aspirations or change in more desirable directions. There cannot be lasting change with spontaneous, tumultuous change that after a while settles back into the old, comfortable pattern. That’s the problem with routines. They feel good. They feel familiar. They are here to stay. We tend to shift back to them because they are ingrained in our subconscious. Willpower alone may be able to overcome them for a while, but not for long. Our subconscious is stronger than our consciousness. So, they cannot be overcome by will alone, but only by time, slowly. But they can be overcome. New routines can be established, slowly trained and, at the end, will be executed automatically, just as the old ones. And they will feel as good. And they will have the desired outcome that the previous had not.

But then, if willpower alone is not enough, how can they be “slowly trained”? Easy. By SMALL steps. Willpower is enough for small steps towards the establishment of a new routine. The smaller the steps, the smaller the willpower needed, the longer the time it takes to establish a new habit. Surely, we will prove a surge of willpower when deciding to change our old ways, because we are excited by the prospect of the new. But how can this initial surge be used best? Drops the seeds of change. Built a framework to analyze and prepare the path to change. Waking up? Changing your habits from sleeping in to early riser all in one go requires an inordinate amount of willpower and, if this willpower comes to miss one time, relapse is instantaneous. Thus, do not use the willpower surge to set the clock 4 hours earlier tomorrow. Use it to prepare a schedule where you can chart your future wake-up times. Then, setting your clock 5 minutes earlier, then 10, then 15, while enjoying the small successes and ignoring (yes, ignoring) the occasional relapse will, over time, lead to the desired outcome. The initial willpower will provide you with a framework and the resolution necessary to begin the process. Over time the initial surge will abate, but you will always have enough left to master the small steps on the way to the top. Think of it like a long voyage. Your enthusiasm to commence it may be praiseworthy, but using it to begin running like hell towards the final destination will soon leave you without energy and unable to complete the voyage. Your enthusiasm should be used to plan the daily routes, seek out shelters along the way, prepare everything necessary for the time that lies ahead.

It’s the over time part of habit building that proves difficult. It seems as we might have lost the ability to wait for something. Our collective habit seems to have made us incapable of thinking that, in order to achieve something, time is required. We want it all, and we want it now.

So what to do? Well, while a quite fundamental habit, it’s still a habit. And it can be changed. Remember the three layers? They have a hierarchy inside them too (Wollis, 1999). Habits, especially, are built upon other habits. You want to change one of your habits? The way you attempt to change your habits is a habit too. The ability to accept that it may take time and prolonged, low-level willpower to achieve change and that a sudden surge of volition is not enough can be trained.

So, you better start on a higher hierarchical level of your habit layer if you find yourself unable to change even basic things such as establishing and maintaining the habit to go to the gym. How? Well, that’s a good question. My guess is, that is so personal that there can be no normative guideline and that all you can do is observing yourself and noticing small change in your ways. It is probably a ever-so-complex interplay of learning by doing, learning to change by attempting to change. Still, remember: although the paths to new habits are different for everyone, the outcome is always the same: success or failure.

What is your path? My path is to write about it.

 

On a wholly unrelated note: http://www.stevepavlina.com/blog/2008/05/how-to-be-a-man/

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In die Ecke getrieben.

Monday, April 13th, 2009 | life, politics | No Comments

Dies sind gute Neuigkeiten. Mal abgesehen davon, das sich die Kirche wieder als das zeigt was sie ist, und zwar eine Bande von machtgierigen, manipulativen, mafiösen Individuen, die andere Menschen und deren Drang zur Religion schamlos ausbeuten. Wer anfängt so rumzupöbeln, spürt das Ende nahen. Das kann nur gut sein.

Furthermore, I invoke Godwin’s Law!

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the con man

Thursday, November 20th, 2008 | life | No Comments

Do you ever feel you have conned your way through life without being worth all the things you’ve achieved? Ladies and Gentlemen, this is a post by our anonymous guest blogger who goes by the name Mr. Washington Carter (so much for anonymousness). His first, but surely not his last. Have a good read!

Dearest Jurors, please bear with me and let me plead my case. You accuse me of being an impostor and you might be right. But despite your spiteful accusations, i will reveal myself for what i really am. I am solely lucky and an able con man. The fact that i am where i am, with a wonderful girlfriend who loves me despite all, a great work, university diploma coming up and a quite bright future with a lot of opportunities, i feel i failed. I did never rise up to my full potential, instead i’ve been ambling along the way and getting by with able tricks to avoid complete failure. Always on the brink of being discovered for what i am: a con man. A lazy, procrastinating, fearful con man.

conman

Only known image of Mr. Washington Carter

Surely, also pulling it off for so long and with some success requires some skills. But lies have short legs, as they say. For now they did not catch me, but for how long encore? For all of my school days, mediocre despite doing less than everyone else, i was on the brink of repeating a year but always able to manage barely to stay afloat. Conning. University was the same, a frustrating mediocreness on my part. But now i am ahead of the race, finishing sooner than anyone else, with my good share of internships (things i got conning) and a semester abroad. Not the US, as i wished, but hey… Is this conning? Surely i did not work as hard as other people to obtain these things. I barely worked at all. I don’t know, i sometimes implore the failure so that i can stop being a con man. But i cannot fail. I am a gifted man who, in order to grab a quantum of the satisfactions he would surely get without his condition, cons his way through life.

Is this a compelling reason to con? Most certainly not. But i will always feel i’m living on 20% of my possibilities. Not doing what i want to do, but doing what i think i must do. Too fearful to explore the endless alternatives, too fearful even to imagine them. Why? I have an idea why.

This society, this world is not one with compassion for people like us. But we need to survive, we need to adapt. That’s why we con. Futhermore, despite a fair chance of achieving everything i want in life, i probably won’t be able to savour it. This, dear jurors, is already the greatest of punishments.

Lil’ buddy :(

Tuesday, November 11th, 2008 | life, technology | No Comments

I had tears in my eyes reading his twitterpage:

http://twitter.com/MarsPhoenix

See you soon, little lander :*

Apple,…

Monday, September 29th, 2008 | economics, life, technology | No Comments

…i hate love am angry with you.

Because you make beautiful looking pieces of technology that are a joy to work with. But then they fail. Invariably. You see, the beauty of a relationship with a technological item, in contrasto to one with a real human being, the technology does not die. Never. It will always be there for you.

I am typing this on the sexy, lean, engaging Powerbook one can see in all it’s glory a few posts below and everything is perfect. Except that Leopard is sluggish. Because you shipped faulty mainboards and i’m stuck with 1 GB of RAM. The screen freaks out every time the PB comes out of sleep.

You see, the problem with being perfect is that once you err i hate you even more because i know you could have acted otherwise. But you did not. Deliberately? My offended self thinks so.

At the end, i’m just a marketing student and you have just bad customer services and don’t like to admit your errors. That puts a strain on our relationship, you know? But otherwise, you’re quite perfect. But don’t push it. It’s the small things that end even the most engaging love story.

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Some things.

Tuesday, September 9th, 2008 | life, technology | No Comments

Well…

0) welcome to all new subscribers. there have been a few. why don’t
you add me on twitter? phikappa’s the name.
1) i should integrate this posterous on my webpage, as i should do
with the twitter updates.
2) i never thought there would be a page 2 on this blog. i mean, when
did i have ever taken something so far as to page 2?
3) i started http://spiritof48.wordpress.com and as it looks it is not
something that will reach page 2.
4) i met someone who reminded me of how cool being geeky is and that i
should not repudiate my geekery as much as i do
5) speaking of geekery, my project of transforming my old ipaq 3660
into a online music / last.fm streaming station is still out on the
ocean. phyton is installed and lastfmproxy sort of running, but, alas,
no web interface so far. on my wlan-enabled htc wizard everything is
fine, i hope phyton+lastfmproxy will love the cf wlan card and bind to
an IP address.
5a) installing a semi-actual version of phyton onto a complete enemy
of connectivity like the ipaq (no wlan, no bt, only ir. IR!) is crazy,
but feels warm and fuzzy. still, not surprisingly, i need the wlan
card to make that thing useful.

that’s all. for now.

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The Quote of the Day

Tuesday, July 15th, 2008 | economics, life | No Comments

At 10 am, we already have our winner.

“Auch im Steuerrecht muss für Liebe Platz sein”

(“In fiscal law too there must be place for Love”)

Thank you, Frank Hechtner.

And the new motto is…

Wednesday, July 9th, 2008 | economics, life | No Comments

I’ve choosen my new motto for this exam session.

Ladies and Gents, i present to you the motivational item winnig this
semester’s competition.

"I set sails for the edge!"

Inspired by the song "Token of Time" by Ensiferum

That would be all.

The author

potrit

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